Wir über uns

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Den ApoDion Verlag gründeten Nico Taubner und Tanja Porstmann im Januar 2004 vorerst zum Zweck der Herausgabe der Zeitschrift Schöngeist. Diese erscheint vierteljährlich zu den Jahreszeiten und ist deutschlandweit sowie in Österreich und in der Schweiz im Bahnhofsbuchhandel, im ausgewählten Zeitschriftenhandel sowie hier im Internet bzw. direkt beim Verlag erhältlich.
Für die Zukunft sind im Verlag auch anderweitige kleine Projekte vorgesehen. Wir, die Herausgeber, sind beide diplomierte Psychologen und nebenbei künstlerisch tätig (Musik, Malerei). Nico Taubner leitet in Berlin mit großem Engagement eine soziale Einrichtung im Bereich der Behindertenbetreuung. Ich, Tanja Porstmann, bin ebenfalls in dieser Einrichtung tätig.
Es kommt nicht von ungefähr, die Zeitschrift Schöngeist im ApoDion Verlag herauszugeben. ApoDion, das ist die selbstgewählte und programmatische Zusammenführung zweier hellenischer Gottheiten - Apollon und Dionysos, die zwei unterschiedliche Prinzipien verkörpern, welche von Denkern wie Nietzsche und Schelling mit dem Begriffspaar apollinisch-dionysisch belegt wurden.
Apollon, in der griechischen Mythologie Sohn des Zeus und der Letho, Zwillingsbruder der Artemis, galt als zuständig für das Streben nach Maß, Recht und Ordnung aber auch als der Gott der Künste und der Verkörperung des griechischen Ideals der Schönheit. Apollon verkörpert mit Nietzsche das Schöne, Klare, Geordnete - das principium individuationis - "jene maßvolle Begrenzung, jene Freiheit von den wilderen Regungen, jene weisheitsvolle Ruhe des Bildnergottes…".
Dem gegenüber steht Dionysos, griechischer Gott des Weins und der Fruchtbarkeit, Sohn des Zeus und der Semele, welcher sich dem Rausch und der Entgrenzung hingibt und somit den chaotischen Gegenpol zu Apollon darstellt. Im Dionysischen äußert sich der Wunsch des antiken Menschen, alle Fesseln zu sprengen, alle Grenzen zu überwinden, auch die Grenzen des eigenen Individuums.
Ein Wirken zwischen Be- und Entgrenzung, zwischen Ordnung und Rausch, zwischen Abschottung und rauschhaftem Aufgehen in der Natur schaffte bei den Griechen eine beispielhafte, Jahrtausende überdauernde Kultur.

Im Bezug auf die Zeitschrift streben wir somit an, dieses gegensätzliche Prinzip fruchtbar zu machen, indem in der Vereinigung beider Gottheiten eine Ganzheit von Körper, Seele und Geist entsteht. Sind das Apollinisch-Dionysische auch Extremmöglichkeiten künstlerischen Schaffens, soll ihre bewusste Zusammenführung dem Geist der Zeitschrift Struktur, Ordnung und Stil verleihen aber auch Raum lassen für das Andere, Abgründige, Emotionale, Viscerale - welches in seiner Gesamtheit letztlich zu mehr Offenheit und Tiefe verhilft.

Fragen und Anmerkungen:  kontakt@apodion.de 


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